Rassegeschichte

Glatthaar - Foxterrierzucht im DFV - VDH - FCI

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Die Geschichte des Foxterriers

Die frühe Entstehungsgeschichte

Der Mensch hat schon immer von der Zusammenarbeit bei der Jagd mit dem Hund profitiert. Bald wurden die kleineren und mutigsten  Hunde zur Fuchsjagd unter der Erde eingesetzt und einer speziellen Zuchtselektion unterworfen. Hier liegen die Wurzeln der Rasse des Foxterriers.

Die ersten vagen Überlieferungen, die einen foxterrierähnlichen Hund beschreiben sind in einem der Texte der Invasion von Julius Caesar zu finden. 54 n. Chr. beschreiben römische Soldaten "seltsam anmutende Hunde, die ihrer Beute in die Erde folgen".  Es wird vermutet, dass das Wort Terrier vom lateinischen Wort terra, ae, f  abstammt. terra, ae, f   bedeutet so viel wie Erde, Boden oder Erdreich.

Im Mittelalter wird in engl. Büchern im Zusammenhang mit Terriern immer öfter der "Foxe" genannt, der sich zuerst in Ställen und Gassen als Ratten und Ungezieferjäger einen Namen machte. Bevor er von den "noblemen and gentlemen" für die Fuchsjagd entdeckt wurde.

Hier begann der Foxterrier seinen ersten Siegeszug. Er wurde auf Jagden zu Pferd in der Satteltasche mitgeführt, um den Fuchs nach Bedarf aus dem Bau zu sprengen.  Die Zucht entwickelte sich rasch weiter und Dank seines freundlichen und robusten Wesens erfreute er sich bald größer Beliebtheit beim englischen Adel.

1889 wurde das erste Buch speziell über Foxterrier veröffentlicht.

Der Rassestandard des Foxterriers ist seit 1873 beim englischen Kennel Klub hinterlegt. Es werden beide Haararten, Glatt- und Drahthaar, aufgeführt. In den Anfängen erfreute sich der Glatthaarfoxterrier als Jagdhelfer größerer Beliebtheit als sein Drahthaariger Verwandter.  In den "Golden Twenties" des letzten Jahrhunderts änderte sich das schlagartig, denn hier wurde der Drahthaarfoxterrier zu einer Moderasse. Massenzucht und alle damit verbundenen Nachteile brachten viele Probleme für die Rasse, die auch heute noch auftreten können. Der Glatthaarfoxterrier geriet in Vergessenheit, blieb Rassekennern und Liebhabern vorbehalten. Auch heute ist der Glatthaarfoxterrier weniger populär als der Drahthaarige.

Hier ein Original "Sunlight Soap"  Schild (aus meiner Sammlung) aus dem frühen 20 Jhd.  mit glatten Foxterriern als Werbeträger

Die heutige, moderne Verwendung des Foxterriers ist stark unterschiedlich. Es gibt nach wie vor eine jagdliche Leistungszucht, die die Zuchtselektion auf den optimalen Jagdhund ausrichtet. Diese Hunde sind in den meisten Fällen keine problemlosen Familienhunde, denn sie gehören in die kompetenten Hände von erfahrenen Jägern.

Der überwiegende Teil der Foxterrier wird heute jedoch als Familienhund gehalten und gezüchtet. Seine hohe Intelligenz und die enorme Anpassungsfähigkeit machen das Zusammenleben mit Ihnen sehr angenehm, obwohl man nie vergessen darf, dass man immer noch einen Terrier mit ausgeprägtem Willen und Charakter an seiner Seite hat, jahrhundertelang darauf gezüchtet dem Menschen bei der Jagd zu helfen. Dieses Erbe tritt auch bei den so genannten "Schönheits- oder Showlinien" immer wieder zu Tage. Auch in diesen Linien ist noch genügend Jagdtrieb vorhanden!

Durch seine schnelle Auffassungsgabe eignet sich der Foxterrier besonders für Hundesport wie z.B. Agility, Flyball, Obedience, Turnierhundesport oder Dogdance. Auch Fährtenarbeit ist für einen Foxterrier keine große Herausforderung, hier kann man die jagdlichen Anlagen in der vollen Entfaltung sehen.

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